Findelkind

von Leonard Sezgin-Just

Es war ein Junge, einfach glaubend,
unverbrüchlich ging er hin;
da kam ein Sturme, ihn beraubend,
ließ zurück ein Findelkind.

Leute kamen ihn zu fragen,
er: Ich liege hier so hin;
Leute gaben ihn begraben,
wunderlicher Sonderling.

Über Jahre lag er drunten,
lebend fort in seiner Welt;
Menschen drehten ihre Runden,
ihnen war die Uhr gestellt.

Eines Tages bäumt sich wieder
dieser Junge zu uns hin;
dann bestäubt er sterbend Glieder
mit dem schlichten letzten Sinn.